Ein Lustspiel in drei Akten von Marc Camoletti, Niederdeutsche Fassung von Hans Pfeiffer.

 

Seit mehr als 20 Jahren sind Claudia und Bernhard nun verheiratet und was einst Liebe und Begehren war, ist nun Gewohnheit und Langeweile geworden. Jeder fürchtet, der andere sehe sich

nach einem außerehelichen Partner um - und will es ihm gleichtun. Das Problem an der Geschichte: Beide suchen sich dasselbe Liebesnest für ihre ersten außerehelichen Abenteuer aus - die

eigene Wohnung. Und so lädt Bernhard seine Freundin, die heiratswütige Cathrin,zu sich nach Hause ein. Er täuscht eine Dienstreise vor und überredet gleichzeitig seine Frau Claudia, ihre Mutter

zu besuchen. Hausmädchen Anna steckt er Geld zu, damit sie ihren Vater besuchen kann. Doch jeder kocht sein eigenes Süppchen. Claudia lädt ihren Freund, den ein wenig unterbelichteten Boxer

Robert, ebenfalls Zeitgleich  auf ein Schäferstündchen in die Wohnung ein und Anna spart das Geld lieber und hofft auf drei ruhige Tage.

Doch weit gefehlt. Den ersten Calvados kann sie noch in Ruhe trinken, aber dann geht es los. Erst muss Anna zusehen, dass sie die Pärchen getrennt hält. Aber das ist noch längst nicht alles, denn

Bernhard und Claudia sind nämlich keine Ehebrecher aus Überzeugung sondern nur aus der Not heraus, weil jeder vom anderen glaubt, dass der sich auf Abwegen befindet und man ihm deshalb etwas

heimzuzahlen hat. Da kann nur Anna helfen, dass es nicht zu einer Katastrophe kommt und sich alles in ein Happy End auflöst   Mit  kleinen  Notlügen und  zündende Ideen bringt die bauernschlaue

Hausperle alles wieder ins Lot.

Spannung, Witz, das Spiel mit Licht und Dunkelheit und ein rasantes sich immer weiter steigerndes Tempo machen den Reiz dieser Inszenierung aus. Ein vergnüglicher Abend ist garantiert.